sowas in der art haette man sich schon wuenschen moegen – betrachtet man sich die diesjaehrigen gesamtumstaende. ein wenig weniger authentizitaet und mehr gespieltes, ein wenig mehr konserve und weniger live. ausgerechnet von mir, dem liebhaber alles echten und verabscheuer der unwahrheit und luege kommt dieser nachgeschobene weihnachtswunsch.
es ging mir bei diesem wunsch nicht ums wegwuenschen der vergangenen weihnacht. nein, den umstaenden angepasst haben wir alle das beste daraus gemacht. vielleicht war es sogar das echteste weihnachten meines lebens – die wuensche waren echt, das essen, der baum, die lieder und auch die traenen waren echt. wie also komme ich dazu, die konserve herbeizusehnen?
vielleicht, weil demgegenueber im dunkeln die luege und die feigheit standen! ich hasse feigheit und die luege noch mehr. an jedem tag stellt sich erneut die frage: sinkt man tiefer mit jedem verlorenen tag oder ist die luege teil dessen, was verabscheuungswuerdig als feigheit ausgebrochen ist? es ist mir beinahe egal geworden, so sehr widert mich dieses thema an. nicht egal genug um nicht diese zeilen zu schreiben, aber doch egal genug um zu wissen, warum ich dies tue. es ist der wunsch fuers naechste jahr: offenheit, reinheit und rueckgrat – ein jahr 2008, das nicht von luegen verabschiedet wird.
auf die freiheit des willens, die wahrheit und das leben.