lange angekuendigt liessen wir uns gestern abend dazu herab und taten uns die vielfach angepriesene und (angeblich) oscarpraemierte krimireihe an, in der es um die entdeckung von luegen anhand koerpersprache geht.
das ergebnis ist schlichtweg enttaeuschend. angefangen damit, dass die gezeigten hinweise aus der koerpersprache heraus jedem taschenspielerpsychologen gelaeufig sind. dass us-amerikaner das ganze in der serie als wissenschaft titulieren bestaetigt mich in meiner grundsaetzlichen meinung zu diesem volk (aus den genetischen resten der welt entstanden).
das drehbuch gleicht dem jeder zeitgeistigen amerikanischen serie. man weiss oben links bereits wie es unten rechts ausgeht, wird durch die handlungen von menuepunkt zu menuepunkt gezogen ohne luft zu holen, spannung kommt nicht einmal im ansatz auf. es ist immer das gleiche toedlich langweilige strickmuster: ein team(-leader) bearbeitet einen hauptfall und einen nebenfall. zu anfang stellt sich alles sehr verworren und schwierig dar. auch werden gerne unbeteiligte dritte zu kritikern und stolpersteinen des teams. durch (scheinbar) ungewoehnliche methoden, zu denen der leader den anstoss gibt aber ein anderes mitglied die loesung entdeckt, werden die faelle wie durch zauberhand geklaert. in seltenen faellen werden die handlungen und methoden unorthodox bis unplastisch.
in diesem fall rettet nur tim roth das gesamtwerk. der immergleiche gesichtsausdruck des hauptdarstellers verleiht der ganzen rahmenhandlung einen gewissen witz und sarkasmus, ohne aber jemals wirklich ueberraschen zu koennen.
kurzum: eine masslose enttaeuschung – aber was hatte ich von den usa schon anderes erwartet…?!?
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