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worum die welt sich dreht

manchen tag kann ich es kaum fassen. im tv laufen nur noch zwei sorten massenunterhaltung: am nachmittag das arbeitslosenfernsehen und am abend dann die bleib-der-maschine-treu-verdummung fuer die massen. nichtsdestotrotz ist und wird das ganze immer mehr zu einem ausdruck fuer den zeitgeist, der die untergrenze der infantilitaet staendig neu zu definieren sucht. Read more ›


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ausgeschlafen?

es mag am nachtdienst liegen, aber ich bin es nicht. dazu finde ich irritierend, was sich wieder neues tun mag im land. innenminister billigen die pauschalueberwachung durch den verfassungsschutz von politischen gegnern und begruessen gleichzeitig eine neue datenbank, die zwei verfassungsrechtlich (zu recht!) getrennte organe dieses staates dazu verpflichtet, daten auszutauschen – zwei fakten, die mich unwillkuerlich an politik erinnert, die durch begriffe wie stasi und gestapo gekennzeichnet ist.
den kracher der woche aber setzt eine verbraucherschutzministerin, die als loesung fuer den hunger auf der welt die industrielle landwirtschaft und fleischproduktion der westlichen welt sieht. na herzlichen glueckwunsch. wie soll ich denn bitte feuer mit oel bekaempfen?
manchmal kommt einem hagen rethers vergleich in den sinn: wir werden von schildbuergern regiert. die fahren mit dem schatz raus aufs meer, versenken ihn und markieren danach die stelle am boot…


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fehler

mein talent fuer programmierungen war nie besonders gross. insofern nicht verwunderlich, dass mir daemliche fehler unterlaufen. zwar erstaunlich, dass es jahre dauerte, doch zum jahres- und gleichzeitigen serverwechsel war es dann doch so weit: die datenbank mit meinen bilder hats zerrissen. seitdem ist pix.dg77.de nicht mehr erreichbar gewesen – sorry for that. ich beseitige gerade die reste und ueberlege nach alternativen fuer die zukunft.


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abendessen

danke, max. du hattest nicht zu viel versprochen, denn allein der gruss aus der kueche war den abend wert. nach der mini-kohlroulade mit gemuese wurde die vorspeise serviert: jakobsmuschel und cannelloni mit flusskrebs. zum zwischengang gab es rehruecken mit kartoffelnudeln und rosenkohl – ein traum. doch am hauptgang merkte man, dass ihr euch auf dieses menue vorbereitet hattet: baby-steinbutt (im ganzen), schupfnudeln und wirsinggemuese. im dessert tobte sich – ganz eindeutig – sabrina aus: schoko-souflee, mascarpone-eis und maracujaschnitte. ehrlich, alles in allem ein himmlischer abend. bis naechste woche im freihof.


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bruce springsteen

kommt – nur leider haben wir den vor-vor-verkauf-start verpasst. jede annehmbare karte laesst sich mittlerweile in hohen prozentanteilen eines monatsgehaltes ausdruecken, was uns davon abstand gewinnen laesst. leider. sein neues album wrecking ball erscheint im maerz, selbstredend bereits vorbestellt. dazu unten ein kleiner vorgeschmack und noch ein ganz besonderer bericht aus grauer vorzeit .

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januartag 2012

aufgewacht nach dem nachtdienst. gut geschlafen. kurz einkaufen und vor dem obligatorischen kaffee noch ne grosse runde gassi mit unserer frau ingwer. unsere meinung dazu: frau ingwer ist gut gelaunt, erstaunlich ob des diesen tag begleitenden wetters. ich beschwere mich selten, doch empfinde ich – abseits von nordischen kuestenlandschaften im spaetherbst – die mischung aus eiskaltem wind, horizontalem nieselregen und temperaturen, die gefuehlt den gefrierpunkt knacken, als extrem unangenehm.
unsere entschaedigung gibts spaeter im freihof: ein ueberraschungsmenue am samstagabend. hoffentlich ueberrascht mich mein fc in wolfsburg auch mal – mit drei punkten zum beispiel…


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treffer

und ein weiterer sehr treffender kommentar zum thema datenspeicherung. es stimmt zwar nicht, dass die behoerden keine serie erkannten (vgl. diesen unsaeglichen ausdruck “doener-morde”), doch die verbindung mit politisch motivierter kriminalitaet fiel keinem ein. wir brauchen keine neuen instrumente, sondern menschen, die die bestehenden kennen und professionell umsetzen. man schuetzt die freiheit nicht, indem man sie beschneidet.

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ich gebe abschliessend zu bedenken: es gibt einen grund fuer die trennung von polizei und verfassungsschutz. eine kooperation – und sei es nur ueber eine gemeinsame datenbank – kaeme den methoden der gestapo gleich. die schoepfer unserer verfassung dachten sich etwas bei diesem entwurf….


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nadurra

ich muss mich kurz fassen, da heute wenig zeit ist. da wir unseren naechsten urlaub bereits gebucht haben, schreitet die detailsplanung voran. so wird es denn auch geschehen, dass ich folgendes getraenk im september diesen jahres mein eigen nennen werde:

glenlivet nadurra

der abstecher ueber den whiskytrail muss sein.

was dagegen nicht sein muss, ist folgendes szenario. jene, die heute das das immer gleiche argument vortragen “wer nichts zu befuerchte habe”, eben jene werden sich auch beim kompletten freiheitsentzug nicht wehren. die gleichen charaktere standen schon vor 80 jahren zwischen den fahnen und behaupteten im nachhinein, von allem nichts gewusst zu haben. “wehret den anfaengen” ist nicht der leitsatz zur durchsetzung haerterer gesetzgebung, sondern dagegen. man schuetzt die freiheit nicht durch deren einschraenkung.

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vorerst auf eis

aber immer noch wie ein damoklesschwert am horizont. die usa sind kaum mehr aufhaltbar, aber wann versteht man – wenigstens hier – dass sich die freiheit der menschen nicht beschuetzen laesst, indem man sie grundsaetzlich einschraenkt? was unterscheidet diese methoden denn noch von jenen, die wir vor rund 20 jahren mit dem untergang des sowjet-sozialismus und der diktaturen besiegt glaubten?

passend dazu ein wort, das frau merkel im jahr 2011 verwendete: “marktkonforme demokratie”. die gesellschaft fuer deutsche sprache befasst sich damit und hatte wohl die gleichen gedanken: bitte? grundlage ist demokratie. nicht die marktwirtschaft. wenn sich demokratie durch die marktwirtschaft ausformen laesst, dann laeuft etwas grundsaetzliches falsch. das wort muesste demnach eher “demokratiekonforme marktwirtschaft” lauten. denn die wirtschaft hat sich innerhalb der grenzen zu bewegen, die die demokratie vorgibt. ein grundsatzproblem? sollte nicht sein, oder?

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100 jahre geschichte in 10 minuten

wenn ihr mal ehrlich seid: wie oft sind die hauptsaechlichen ereignisse jahres krieg, tod und zerstoerung? und wie lange soll das noch so weitergehen? das uns hinterlassene erbe ist keinen deut besser, als das der letzten 5000 jahre. im gegenteil: wir verlagern krieg dorthin, wo wir ihn nicht sehen muessen. wir zerstoeren unsere (um-)welt, ohne es sehen zu wollen. und wir verschliessen unsere augen vor dem dicken ende, weil wir uns weigern, uns zu aendern.

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ein zitat

fuer ginger – in gedenken an rocky, der uns heute verliess.

Jeffrey M. Masson schrieb:

Jemanden um seiner selbst willen zu lieben, diese wunderwirkende Eigenschaft besitzt der Hund. Er liebt uns so tief und wahrhaftig, über alle Erwartungen und Masse hinaus, unabhängig davon, ob wir es verdienen…”

wir sehen uns…


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christian, mein letztes wort

es gibt nur noch zwei moeglichkeiten: entweder du sitzt das aus wie der dicke und bist damit das untragbarste, das dieses amt je gesehen hat. oder du machst noch eine weile weiter wie bisher, bis dich auch der letzte parteisoldat oeffentlich kritisiert und angie sich nicht mehr neben dich stellen will. in dem moment kannst du ruhigen gewissens die medien, die oeffentlichkeit und auch deine (dann natuerlich ehemaligen) parteifreunde kritisieren und dich selbst zum opfer stilisieren, das dann abtreten muss, um sich und seine familie zu schuetzen und sich solcherlei alltag nicht mehr antun zu muessen.

wenn ihr mich fragt: variante 2 ist wahrscheinlich und die pr-berater stehen schon in den startloechern mit ihren mitleids-texten zum ersten bundespraesidialen medienopfer.

uebrigens: ich schliesse mich herrn wallraff an und plaediere auf lebenslaenglich.


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